Rechte des Erben gegen den Testamentsvollstrecker

Der Testamentsvollstrecker ist weder Vertreter des Erblassers noch der Erben. Es ist ein privates Amt. Er hat in etwa die Stellung eines Treuhänders.

Der Testamentsvollstrecker unterliegt bei seiner Amtsführung nicht der Aufsicht und Kontrolle des Nachlassgerichts. Er ist nur den Erben gegenüber verantwortlich und diesen gegenüber unter Umständen schadensersatzpflichtig.

Aufstellung eines Nachlassverzeichnisses

Der Testamentsvollstrecker hat dem Erben unverzüglich nach der Annahme des Amts ein Verzeichnis der seiner Verwaltung unterliegenden Nachlassgegenstände und der bekannten Nachlassverbindlichkeiten mitzuteilen. Der Erbe kann verlangen, dass er bei der Aufnahme des Verzeichnisses zugezogen wird.

Der Testamentsvollstrecker ist berechtigt und auf Verlangen des Erben verpflichtet, das Verzeichnis durch die zuständige Behörde oder durch einen zuständigen Beamten oder Notar aufnehmen zu lassen.

Das Verzeichnis bedarf der Schriftform. Die Kosten der Errichtung trägt der Nachlass.

Herausgabe von Nachlassgegenständen

Der Testamentsvollstrecker hat Gegenstände, die zum Nachlass gehören und die er zur Erfüllung seiner Verpflichtungen nicht benötigt, dem oder den Erben herauszugeben. Mit der Überlassung erlischt sein Recht zur Verwaltung der Gegenstände.

Ist die Aufgabe des Testamentsvollstreckers beendet, muss er den ganzen Nachlass an den oder die Erben herausgeben. Wegen seiner Vergütungsansprüche steht ihm ein Zurückbehaltungsrecht zu.

Recht auf Auskunft und Rechenschaft

Während der Testamentsvollstreckung ist der Testamentsvollstrecker gegenüber dem Erben verpflichtet, Auskünfte über seine Tätigkeit zu geben. Der Anspruch des Erben bezieht sich darauf, dass er Auskunft über alle Umstände verlangen kann, um seine Vermögens- und Rechtsposition zu beurteilen. Die Auskunftspflicht hat der Testamentsvollstrecker auch gegenüber einzelnen Miterben.

Am Ende seiner Tätigkeit hat der Testamentsvollstrecker über sein Amt Rechenschaft abzulegen und Rechnung zu legen. Die Rechnungslegung muss so beschaffen sein, dass sich der Erbe ein vollständiges Bild vom Nachlass und von der Entwicklung des Vermögens ab Beginn der Tvollstreckung machen kann.

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