Haftung des Testamentsvollstreckers

Verletzt der Testamentsvollstrecker seine Pflichten, so ist er dem oder den Erben zum Schadensersatz verpflichtet.

Pflichtverletzung

Voraussetzung für einen Schadensersatzanspruch ist, dass der Testamentsvollstrecker die ihm obliegenden Pflichten verletzt hat.

Beispiele: Eine Pflichtverletzung liebt u.a. vor, wenn der Testamentsvollstrecker

  • Nachlassforderungen verspätet geltend macht,
  • unwirksame Vermächtnisse erfüllt,
  • Vermögen bei einer unzuverlässigen Bank anlegt,
  • überflüssige Prozesse führt,
  • die Verteilung des Nachlasses unter den Erben verweigert.

Verschulden

Der Testamentsvollstrecker haftet nur, wenn ihn ein Verschulden trifft, wenn er also vorsätzlich oder fahrlässig seine Pflichten verletzt. Wenn sich der Testamentsvollstrecker beraten lässt, haftet er auch für Fehler des Beraters.

Hat der Erbe den zum Schaden führenden Maßnahmen des Testamentsvollstreckers zugestimmt, kann eine Schadensersatzpflicht unter Umständen ausgeschlossen sein.

Beispiel: Hat der Erbe einer riskanten Kapitalanlage zugestimmt, so haftet der Testamentsvollstrecker nicht, wenn das angelegte Geld verloren geht.

Keine Haftungsbefreiung durch Erblasser

Der Erblasser kann in seinem Testament keine Haftungsbefreiung oder eine -erleichterung zugunsten des Testamentsvollstreckers anordnen. Eine entsprechende Verfügung wäre unwirksam.

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