Gerichtliche Sicherungsmaßnahmen

Mit welchen Mitteln und in welchem Umfang der Nachlass zu sichern ist, entscheidet das Nachlassgericht nach pflichtgemäßem Ermessen. Welche Sicherungsmaßnahmen in Betracht kommen, sind im Gesetz nicht abschließend aufgezählt.

Einzelne Maßnahmen

Das Nachlassgericht kann insbesondere anordnen

  • die Anlegung von Siegeln,
  • die Hinterlegung von Geld, Wertpapieren und Kostbarkeiten,
  • die Aufnahme eines Nachlassverzeichnisses,
  • die Bestellung eines Nachlasspflegers.

Die Versiegelung kommt bei Räumen und Behältnissen in Betracht. Hier ist schnelles Handeln erforderlich. Wenn sich Wertgegenstände (z.B. Geld oder Schmuck) im Nachlass befinden, kann das Nachlassgericht die Gegenstände in amtliche Verwahrung nehmen.

Das Nachlassverzeichnis soll eine Beschreibung der Nachlassgegenstände enthalten, soweit sie zur Bestimmung des Nachlasswerts erforderlich ist. Das Nachlassverzeichnis muss nicht die Nachlassverbindlichkeiten enthalten.

Weitere Maßnahmen

Außer den im Gesetz genannten Maßnahmen kann das Nachlassgericht auch andere Sicherungsmaßnahmen einleiten. In Betracht kommen u.a.

  • die Anordnung des Verkaufs verderblicher Gegenstände,
  • die Sperrung von Konten,
  • die Anstellung eines Hauswächters.

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