Erbe haftet für Nachlasskosten- und Nachlasserbenschulden

Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören auch die Nachlasskostenschulden und die Nachlasserbenschulden.

Nachlasskostenschulden

Die Nachlasskostenschulden entstehen im Rahmen der Nachlassabwicklung oder von Geschäften des Erben für den Nachlass. Dazu gehören insbesondere die Kosten

  • der Testamentseröffnung,
  • der Nachlasspflegschaft,
  • des Nachlassgläubigeraufgebots,
  • der Inventarerrichtung,
  • der Nachlassverwaltung und
  • der Nachlassinsolvenz.

Nachlasskostenschulden sind auch Vergütungen und Aufwendungsersatz für Nachlasspfleger, Nachlassverwalter und Testamentsvollstrecker sowie Verbindlichkeiten aus ordnungsgemäßer Geschäftsführung dieser Personen.

Nachlasserbenschulden

Die Nachlasserbenschulden entstehen durch Rechtshandlungen des Erben im Rahmen einer ordnungsgemäßen Nachlassverwaltung.

Beispiel: Der Erbe beauftragt einen Dachdecker, das geerbte Einfamilienhaus neu einzudecken.

Bei Nachlasserbenschulden handelt es sich sowohl um Nachlassverbindlichkeiten als auch um Privat(Eigen-)schulden des Erben. Die Gläubiger können sich also auch dann aus dem Privatvermögen des Erben befriedigen, wenn durch die Einleitung der Nachlassverwaltung oder des Nachlassinsolvenzverfahrens eine Haftungsbeschränkung eingetreten ist

Tipp:

  • Als Erbe können Sie eine Haftung aus Ihrem Privatvermögen für Nachlasskostenschulden verhindern, wenn Sie mit dem Gläubiger vereinbaren, dass die Haftung auf den Nachlass beschränkt wird.

Tipp:

  • Wenn, nachdem Sie als Erbe eine Nachlasskostenschuld eingegangen sind, Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz angeordnet wird, haben Sie die Möglichkeit, sich von der Sie persönlich treffenden Verbindlichkeit befreien zu lassen, wenn die Eingehung der Verbindlichkeit zur ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses erforderlich war.

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