Erbe haftet für Erblasser- und Erbfallschulden

Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören zunächst die Erblasserschulden und die Erbfallschulden.

Erblasserschulden

Die Erblasserschulden sind Schulden, die bereits zu Lebzeiten des Erblassers bestanden haben und mit dem Erbfall auf den Erben übergegangen sind.

Beispiele:
Zu den Erblasserschulden gehören

  • Verpflichtungen aus Kauf- oder Mietverträgen,
  • Schadensersatzansprüche aus unerlaubten Handlungen oder
  • Steuerschulden.

Erblasserschulden sind nicht die Verbindlichkeiten, die unvererblich sind, die also vom Erblasser höchstpersönlich zu erfüllen waren. Solche Verpflichtungen wie z.B. die Unterhaltspflicht gegenüber Verwandten oder eine Dienstleistungspflicht aus einem Arbeitsvertrag erlöschen mit dem Tod des Erblassers.

Erbfallschulden

Die Erbfallschulden sind Schulden, die aus Anlass des Erbfalls entstanden sind, die also den Erblasser nicht zu Lebzeiten betroffen haben.

Beispiele: Zu den Erbfallschulden gehören

  • der Pflichtteilsanspruch,
  • der Pflichtteilsergänzungsanspruch,
  • der Dreißigste,
  • Vermächtnisse,
  • Auflagen,
  • die Kosten der standesgemäßen Beerdigung,
  • der Voraus,
  • die Zugewinnausgleichsforderung,
  • die Erbschaftsteuer,
  • die Verpflichtung, die werdende Mutter zu unterhalten.

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