Wirkungen des Erb- und Pflichtteilsverzichts nach dem Erbfall

Es ist zwischen dem Erb- und Pflichtteilsverzicht zu unterscheiden.

Erbverzicht

Wer auf sein Erbrecht verzichtet, ist von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen. Er wird also nicht Erbe und so behandelt, als wäre er zur Zeit des Erbfalls bereits verstorben.

  • Verzichtet ein Abkömmling oder ein Seitenverwandter des Erblassers (z.B. Geschwister) auf das gesetzliche Erbrecht, so erstreckt sich die Wirkung des Verzichts auch auf seine Abkömmlinge, soweit nichts anderes bestimmt ist.
  • Verzichtet ein im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebender Ehegatte auf seinen gesetzlichen Erbteil und/oder Pflichtteil, so hat er gleichwohl Anspruch auf den Zugewinnausgleich.
  • Verzichtet jemand zugunsten eines anderen auf das gesetzliche Erbrecht, so ist im Zweifel anzunehmen, dass der Verzicht nur für den Fall gelten soll, dass der andere Erbe wird. Tritt dieser Fall nicht ein, so ist der Verzicht unwirksam.

Ist der Verzichtende gleichzeitig Pflichtteilsberechtigter, umfasst der Verzicht auch dessen Pflichtteilsrecht. Er hat also keinen Pflichtteilsanspruch mehr.

Pflichtteilsverzicht

Der Verzicht kann auf den Pflichtteil beschränkt werden. In diesem Fall verzichtet der Verzichtende nur auf seinen Pflichtteilsanspruch. Er bleibt also bei der gesetzlichen Erbfolge. Und der Verzichtende wird Erbe, wenn der Erblasser keine anderen Anordnungen im Testament trifft.

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