Grundsätzliches zur Erbunwürdigkeit

Unter bestimmten Bedingungen kann der Erbe nach dem Tod des Erblassers sein Erbrecht verlieren. Voraussetzung ist, dass einer der gesetzlich geregelten Erbunwürdigkeitsgründe vorliegt und die Erbunwürdigkeit nach dem Erbfall, also nach dem Tod des Erblassers geltend gemacht wird.

Gründe der Erbunwürdigkeit

Bei den Erbunwürdigkeitsgründen handelt es sich Verfehlungen des Erben, die so schwerwiegend sind, dass es das Gesetz erlaubt, den Erben vom Erbrecht auszuschließen. Allerdings kann der Erblasser dem Erbunwürdigen verzeihen.

Die gesetzlichen Regelungen über die Erbunwürdigkeit gelten sowohl für die gesetzliche, als auch für die durch Testament oder Erbvertrag angeordnete Erbfolge. Sie beziehen sich auch auf Pflichtteilsansprüche und Vermächtnisse.

Anfechtung

Die Erbunwürdigkeit tritt nicht automatisch ein. Sie muss vielmehr durch Anfechtung geltend gemacht werden.

Folgen der Erbunwürdigkeit

Die Feststellung der Erbunwürdigkeit hat rückwirkende Kraft. Ist der Erbe für erbunwürdig erklärt, so ist die Erbschaft nicht an ihn angefallen. An Stelle des Erbunwürdigen dann derjenige, welcher berufen sein würde, wenn der Erbunwürdige zum Zeitpunkt des Erbfalls nicht gelebt hätte.

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