Geltendmachung der Erbunwürdigkeit

Die Erbunwürdigkeit tritt nicht automatisch ein, wenn ein Erbunwürdigkeitsgrund vorliegt. Sie muss vielmehr nach dem Erbfall durch Anfechtung geltend gemacht werden.

Die Anfechtung ist erst nach dem Anfall der Erbschaft zulässig.

Anfechtungsklage

Die Anfechtung kann nur im Wege der Klage erfolgen. Eine bloße Anfechtungserklärung ist nicht ausreichend. Die Klage wendet sich gegen den Erben.

Tipp:

  • Im Klageantrag muss die Anfechtung gerade in Bezug auf die Erbunwürdigkeit zum Ausdruck gebracht werden. Es muss also deutlich der Unterschied zur bloßen Anfechtung des Testaments zum Ausdruck kommen. Es müssen also die Umstände, die die Erbunwürdigkeit begründen können, dargelegt und bewiesen werden. Nicht ausreichend ist ein bloßer Verdacht.

Anfechtungsberechtigte

Klageberechtigt ist jeder, dem der Wegfall des Erbunwürdigen zustatten kommt. Voraussetzung für das Anfechtungsrecht ist also, dass die Möglichkeit besteht, dass der am Wegfall des Erbunwürdigen Interessierte selbst Erbe wird. Immer anfechtungsberechtigt ist der Staat.

Anfechtungsfrist

Die Anfechtung muss binnen Jahresfrist erfolgen. Die Frist beginnt, wenn der Anfechtungsberechtigte von dem Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt.

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