Form der Ausschlagung

Die Ausschlagung der Erbschaft durch den Erben kann in zwei Formen erfolgen. Der Erbe kann die Ausschlagung

  • zur Niederschrift gegenüber dem Nachlassgericht oder
  • in öffentlich beglaubigter Form vor einem Notar erklären.

Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht

Die Ausschlagungserklärung des Erben kann nur gegenüber dem Nachlassgericht abgegeben werden. Wenn der Erbe die Ausschlagungserklärung bei einem Notar beglaubigen lässt, muss er dafür Sorge tragen, dass diese noch innerhalb der Ausschlagungsfrist beim Nachlassgericht eingeht.

Ist die Ausschlagung formal mangelhaft, kann der Formmangel innerhalb der Ausschlagungsfrist nachträglich geheilt werden.

Tipp:

  • Die Ausschlagung der Erbschaft kann nicht wirksam durch einen Brief oder ein Fax an das Nachlassgericht erklärt werden.

In der Ausschlagungserklärung muss der Wille des Erben klar und eindeutig zum Ausdruck kommen, nicht Erbe sein zu wollen. Das Wort "Ausschlagung" braucht allerdings nicht verwendet zu werden.

Ausschlagung durch Minderjährige

Für minderjährige Erben erklären die Eltern die Ausschlagung. Der Minderjährige kann nur mit Einwilligung seiner Eltern ausschlagen. Die Ausschlagung muss vom Familiengericht genehmigt werden, es sei denn, der Minderjährige ist Erbe geworden, weil ein Elternteil ausgeschlagen hat.

für Juristen

Fachbereich mit Seminaren, Informationen & Mitgliederforum
// mehr…

Download

Broschüre "Erbrecht verständlich"

// Download...

Infobroschüren

Broschüre Erbrecht verständlich

Broschüre Patientenverfügung/ Vorsorgevollmacht/ Betreuungsverfügung

//zum Bestellformular...

Vergünstigtes Beratungsgespräch

Die DVEV bietet in Zusammenarbeit mit der DVSG ein vergünstigtes erstes Beratungsgespräch für pauschal
€ 100,00 inkl. Umsatzsteuer...

// mehr...