Erklärungs- oder Inhaltsirrtum als Anfechtungsgrund

Ein Testament kann wegen eines Erklärungs- oder eines Inhaltsirrtums angefochten werden.

Tipp:

  • Die schwierige Rechtsfrage, ob ein gesetzlich anerkannter Grund für die Anfechtung eines Testaments vorliegt, können Sie nicht allein entscheiden. Schalten Sie also in jedem Fall einen fachkundigen Anwalt ein.

Erklärungsirrtum

Ein Erklärungsirrtum liegt vor, wenn sich der Erblasser in seiner Erklärungshandlung geirrt hat und anzunehmen ist, dass er bei Kenntnis der Sachlage die Erklärung so nicht abgegeben hätte. Der Erblasser wollte also ein Testament nicht so wie geschehen errichten.

Beispiel: Der Erblasser hat sich bei der Errichtung des eigenhändigen Testaments verschrieben.

Inhaltsirrtum

Ein Inhaltsirrtum liegt vor, soweit der Erblasser über den Inhalt seiner Erklärung im Irrtum war. Es muss also anzunehmen sein, dass der Erblasser eine Erklärung dieses Inhalts nicht abgegeben hätte, wenn er die Sachlage gekannt hätte. Der Erblasser hat mit einem in seinem Testament verwendeten Begriff eine andere als die tatsächliche Bedeutung verbunden. Er hat sich über die rechtliche Bedeutung seiner Erklärung getäuscht.

Beispiel: Dem Erblasser war die rechtliche Bedeutung der Vor- und Nacherbschaft nicht bewusst.

für Juristen

Fachbereich mit Seminaren, Informationen & Mitgliederforum
// mehr…

Download

Broschüre "Erbrecht verständlich"

// Download...

Infobroschüren

Broschüre Erbrecht verständlich

Broschüre Patientenverfügung/ Vorsorgevollmacht/ Betreuungsverfügung

//zum Bestellformular...

Vergünstigtes Beratungsgespräch

Die DVEV bietet in Zusammenarbeit mit der DVSG ein vergünstigtes erstes Beratungsgespräch für pauschal
€ 100,00 inkl. Umsatzsteuer...

// mehr...