Kann der Erblasser den Erbvertrag bzw. einzelne vertragsmäßige Verfügungen im Erbvertrag auch dann anfechten, wenn er sich über Umstände geirrt hat, die ein wichtiger Grund für den Erbvertrag bzw. für einzelne vertragsmäßige Verfügungen waren?

Ja, auch der sogenannte Motivirrtum berechtigt zur Anfechtung des Erbvertrags. Für die Anfechtung des Erbvertrags reicht es also bereits aus, wenn der Erblasser irgendwelche Fehlvorstellungen hatte. Es reicht aber nicht jede Fehlvorstellung aus; vielmehr muss es sich um einen Irrtum über Umstände handeln, die bewegender Grund für den Erbvertrag bzw. für einzelne vertragsmäßige Verfügungen waren. So kann ein später unerwarteter Erwerb von Vermögen ebenso ein Anfechtungsgrund sein wie die nicht erwartete Beilegung eines Streits, der Grund für den Erbvertrag war.


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