Inhalt der Auflage

Mit einer Auflage können Sie den Beschwerten zu einem bestimmten Verhalten (Handeln oder Unterlassen) veranlassen. Sie können natürlich auch eine Person begünstigen, im Gegensatz zum Vermächtnisnehmer erlangt aber der Begünstigte grundsätzlich keinen Anspruch auf die Leistung.

Beispiele: Mit einer Auflage können Sie dem Beschwerten die Durchführung der Beerdigung, die Grabpflege oder die Pflege von Tieren aufgeben. Sie können auch Geld- oder Sachleistungen für kulturelle oder karitative Zwecke anordnen. Ferner können Sie verfügen, dass ein Grundstück nicht verkauft, der Beschwerte seinen Wohnsitz nicht wechselt oder er einen bestimmten Beruf ergreift.

Tipp:

  • Achten Sie bei der Gestaltung einer Auflage in Ihrem Testament oder im Erbvertrag darauf, dass diese klar und eindeutig formuliert wird. Verwenden Sie am besten ausdrücklich für Ihre Verfügung den Begriff "Auflage". Eindeutig sollte auch sein, wer mit der Auflage beschwert wird.

Gründe für eine Auflage im Testament

Für die Anordnung einer Auflage in Ihrem Testament sprechen mehrere Gründe. So können Sie über den Tod hinaus auf das Verhalten der von Ihnen bedachten Personen Einfluss nehmen. Sie können Personen begünstigen, die nicht rechtsfähig sind (z.B. auch Ihren Stammtisch) oder ein rechtsunfähiges Tier. Sie können die Auswahl eines Begünstigten Ihren Erben oder einem Dritten (z.B. den Testamentsvollstrecker) überlassen. Sie können verfügen, gegenüber einem Begünstigten Zuwendungen zu machen, weil dieser aber keinen Anspruch auf Vollziehung hat, stehen die mit der Auflage Beschwerten (im Regelfall Ihre Erben) nicht unter dem Druck des Begünstigten.

Zweckauflage

Als Erblasser können Sie auch eine sogenannte Zweckauflage verfügen. Darin können Sie bestimmen, welchem Zweck die Auflage dienen soll, überlassen es aber dem Beschwerten oder einem Dritten (zum Beispiel dem Testamentsvollstrecker) zu bestimmen, an welche Person die Leistung erfolgen soll.

Beispiel: Sie verpflichten Ihre Erben, an einen gemeinnützigen Verein einen bestimmten Geldbetrag für den Umweltschutz zu zahlen.

Sittenwidrige Auflage

Nicht zulässig sind sittenwidrige Auflagen, so z.B. eine Anordnung, gesetzwidrig zu handeln oder eine Straftat zu begehen. Unwirksam ist auch eine Auflage, deren Realisierung unmöglich ist.

für Juristen

Fachbereich mit Seminaren, Informationen & Mitgliederforum
// mehr…

Download

Broschüre "Erbrecht verständlich"

// Download...

Infobroschüren

Broschüre Erbrecht verständlich

Broschüre Patientenverfügung/ Vorsorgevollmacht/ Betreuungsverfügung

//zum Bestellformular...

Vergünstigtes Beratungsgespräch

Die DVEV bietet in Zusammenarbeit mit der DVSG ein vergünstigtes erstes Beratungsgespräch für pauschal
€ 100,00 inkl. Umsatzsteuer...

// mehr...