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DVEV Ratgeber Erbrecht - unsere monatlichen Presseartikel


27.1.2020: Wer wird Erbe bei Verteilung des Vermögens nach einzelnen Gegenständen?


Hat der Erblasser in seinem Testament sein gesamtes Vermögen nach Einzelgegenständen unter den bedachten Personen aufgeteilt, ist in der Regel anzunehmen, dass er eine Erbeinsetzung bezweckt hat. Allerdings folgt daraus nicht, dass alle benannten Personen zu Erben berufen sind. Vielmehr ist die Erbeinsetzung vom Wert des zugewandten Gegenstandes abhängig, entschied das OLG Oldenburg in seinem Hinweisbeschluss vom 1.10.2019.
(OLG Oldenburg, Hinweisbeschluss vom 1.10.2019, 3 W 76/19, Beck RS 2019, 28539)


17.12.2019: Ehegattentestament – „Wir“ reicht nicht zur Erbeinsetzung des Ehegatten


Bedenken die Ehegatten in einem gemeinschaftlichen Testament nur ihre Kinder als Schlusserben und fehlt die ausdrückliche Erbeinsetzung des überlebenden Ehegatten für den ersten Erbfall, sind die Formulierungen „nach unserem Tod“ und „wir“ keine hinreichende Andeutung, dass der länger lebende Ehegatte Erbe des Verstorbenen wird. Es gilt die gesetzliche Erbfolge, entschied das OLG München in seinem Beschluss vom 12.11.2019.
(OLG München, Beschluss vom 12.11.2019, 31 Wx 183/19, BeckRS 2019,27683)


20.11.2019: Pflichtteilsergänzungsanspruch - Wie beweist der Pflichtteilsberechtigte eine Schenkung des Erblassers?


Der Pflichtteilsberechtigte trägt grundsätzlich die Beweislast für eine von ihm behauptete Schenkung. Da der Nachweis einer Schenkung mit kaum überwindbaren Schwierigkeiten verbunden sein kann, trifft den Beschenkten eine erhöhte Darlegungslast. Danach ist er verpflichtet, alle Tatsachen für die fehlende Unentgeltlichkeit ausführlich vorzutragen und darzulegen, entschied das OLG München in seinem Urteil vom 31.7.2019, das die DVEV verkürzt wiedergibt.
(OLG München, Urteil vom 31.7.2019, 7 U 3222/18, BeckRS 2019, 18737)




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11.02.2020 | Heidelberg
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19.02.2020 | Berlin, Theater
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26.02.2020 | Berlin, Theater
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